Rio de Janeiro

Am Dienstag begann unsere letzte Etappe, frueh morgens machten wir uns auf zum Flughafen, um nach Rio de Janeiro zu fliegen. Auch alle widrigen Umstaende, wie das Nichterscheinen des bestellten Taxis, die Verlegung des Flugs und obendrein noch eine ordentliche Verspaetung, konnten uns nicht davon abbringen.

Wir haben uns in Copacabana niedergelassen. Auch wenn der Ort hinreichend bekannt sein duerfte noch einige kurze Worte: Rio de Janeiro ist vor allem durch sein angenehmes Klima und die weissen Straende mit dem lebhaften Beachleben gepraegt. In der Innenstadt gibt es daher kaum Unterkuenfte und auch die wohlhabenderen Brasilianer ziehen in die netten Vororte. Copacabana ist einer dieser Vororte und hat einen beeindruckenden Strand:


Buenos Aires

Am Montag, 6. November brachen wir von Salta per Bus zur vorletzten Station unserer Suedamerika-Tour auf: Buenos Aires. 18h und sehr, sehr viel “Gegend” spaeter trafen wir in der argentinischen 13 Millionen Metropole ein.

Buenos Aires zaehlt zweifelsohne zu den europaeischsten Staedten Suedamerikas. Zudem hat es kulturell einiges zu bieten und auch das Wetter - Sonne, 30 Grad C. - wusste uns zu ueberzeugen. Kurzum in Buenos Aires laesst es sich bestens leben.


Fincaleben in Argentinien

Am Donnerstag begann Michis Geburtstag sehr frueh: der Wecker klingelte schon um 1:15h, damit wir den Zug nach Villazon an der Bolivianisch-Argentinischen Grenze puenktlich erreichen konnten. Die Bolivianische Bahn ist da jedoch eigen: Der Zug kam dann doch erst 1,5 Stunden spaeter um 3:30h an. Die Wagen sind zwar sehr bequem und gut geheizt, das Tempo laesst jedoch zu wuenschen uebrig: man faehrt mit 60 bis maximal 80 km/h und es wird jederzeit fuer Aussteigende gehalten, auch wenn nicht unbedingt ein Dorf am Schienenrand zu erkennen ist. Um 13:40h trafen wir in Villazon ein und ueberquerten problemlos die Grenze nach Argentinien.


Salar de Uyuni

Die Zeit vom 30. Oktober bis zum 1. November verbrachten wir im wuesten Suedwesten Boliviens. Um uns dieses landschaftlich auesserst reizvolle Fleckchen Erde aus der Naehe anzuschauen, hatten wir eine Jeep-Tour gebucht. Strassen hat dieser Teil Boliviens naemlich kaum zu bieten.

Ausgangspunkt unseres Wuesten-Trips war Uyuni, ein 15.000 Einwohner Nest ca. 250 km suedlich von La Paz. Von dort brachen wir, ein Schweizer, drei Slowenen und unser Fahrer Theo mit einem etwas in die Jahre gekommenen Toyota Landcruiser auf. Ein paar Kilometer ausserhalb Uyunis machten wir am “Cementerio de Trenes” Station. Dutzende verrostete Dampfloks und Wagons erinnern hier an Zeiten, als der Zustand der bolivianischen Eisenbahninfrastruktur noch besser war als heute.


Im Dschungel

Am Montag, 23. Oktober, brachen wir von La Paz aus in Richtung Rurrenabaque auf, einer kleinen Stadt ca. 250 km noerdlich von La Paz. Unsere Verkehrsmittelwahl fiel auf das Flugzeug. Die Fahrt mit dem Bus haette satte 18-20 Stunden in Anspruch genommen und uns ueber die “Gefaehrlichste Strasse der Welt” gefuehrt. So sassen wir am Montag Morgen in einer 19-sitzigen Fairchild Dornier und warteten auf den Start vom hoechstgelegensten Verkehrsflughafen der Welt, El Alto in der Naehe von La Paz. Etliche westliche Airlines verzichten auf Direktverbindungen nach und von La Paz, da die duenne Luft auf 4000 Meter ue. n. Null das Starten mit grossen Maschinen erheblich schwieriger gestaltet. Fuer unsere Fairchild Dornier stellte das Abheben allerdings ueberhaupt kein Problem dar. Nach 40 Minuten Flugzeit landeten wir sicher auf der Graspiste von Rurrenabaque Airport.


La Paz

Der Vollstaendigkeit halber soll hier natuerlich unser Domizil fuer insgesamt 4 Tage nicht ungenannt bleiben. Vor dem Dschungeltrip hatten wir zwei Tage zur Organisation der Weiterreise in La Paz und zwischen Dschungel und Salzwüste noch einmal zwei Tage.

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La Paz ist dank des Regierungssitzes und der Grösse die quasi-Hauptstadt Boliviens, auch wenn eigentlich Sucre diesen Status innehat. Die Armut des Landes macht sich natürlich bemerkbar, obwohl die Stadt durch ihre Lage einen bedeutenden Vorteil hat: sie ist in einem Talkessel eingebettet, dessen Grund rund 3600m über dem Meer liegt, damit ist die Stadt räumlich begrenzt und bietet grossen Armutsvierteln keinen Platz. Somit ist das Stadtbild an sich freundlicher als in Lima. Insgesamt der alte Stadtkern bietet mit einigen netten Kirchen und den kolonialen Regierungsgebäuden nette Ansichten.


Copacabana

Von der peruanischen Seite des Titicacasees machten wir uns also auf zur bolivianischen Seite, an sich eine dreistündige Busfahrt, wenn da nicht unüberwindbare Hindernisse im Kopf des Busfahrers auftauchen würden, wie zum Beispiel kleine Hügel in Baustellen, die nur für uns abgetragen werden müssen (alle anderen konnten drüberfahren), die krachende Gangschaltung oder das Abwürgen des Motors, es wurden dann vier Stunden.

Copacabana liegt am Südende des Sees und ist rundum hübscher und attraktiver als Puno. Dies ist in sofern überraschend, als das Bolivien das ärmste Land Südamerikas ist und in der Vergangenheit durch Landverluste am Pazifik und Abwanderung der Ressourcen des Landes in ausländische Investorenhände auch langfristig chancenlos gestellt wurde. Vor diesem Hintergrund sind die jüngsten staatlich angeordnete Enteignungen im Erdölsektor nicht gänzlich überraschend. Weniger als ein Viertel der Strassen sind befestigt und weniger als zehn Prozent asphaltiert. Unter der Armut leidet die ganze Infrastruktur, die wir vor allem im Bereich der Kommunikation in den vorherigen Ländern als sehr gut empfunden haben.


Titicacasee und schwimmende Inseln

Der Titicacasee liegt auf ueber 3800 Hoehenmetern und ist somit das welthoechste schiffbare Gewaesser. Unser Lager haben wir in Puno, einer kleinen Stadt direkt am See, aufgeschlagen und den Nachmittag fuer die Organisation der weiteren Reiseziele und zum Auffuellen der Kalorienreserven nach den entbehrlichen vergangenen Tage genutzt.

Titikakasee

Puno

Am Folgetag regnete es morgens! Das hatten wir derartig programmstoerend bisher noch gar nicht erlebt. Gluecklicherweise besann sich das Wetter im Laufe des Fruehstuecks darauf, dass die Regenzeit am Titicacasee erst im November anfaengt. Generell merkt man aber schon, dass wir uns vom Aequator entfernen und auch in luftigen Hoehen sind, nachts kann Puno 1 Grad Celsius aufweisen… Davon nicht gehindert brachen wir nach dem Fruehstueck mit einem kleinen Boetchen zu den “schwimmenden Inseln” auf.


Cusco und Machu Picchu

Am Montag, 16. Oktober, trafen wir im 3350m hochgelegenen Cusco ein. Cusco war sowohl zu Inkazeiten als auch zu Beginn der spanischen Kolonialzeit die bedeutendste Stadt Perus. Spuren aus jenen Epochen sind auch heute noch deutlich im Stadtbild zu erkennen. Nicht verwunderlich, dass Cusco zu den attraktivsten Touristenzielen in Peru zaehlt.

Cusco1

Kathedrale

Cusconacht

Hendrik

Der vornehmliche Grund, warum es Touristen nach Cusco zieht liegt jedoch ca. 100km entfernt: Machu Picchu.


Reise nach Peru und Lima

Der Rückflug von den Galapagosinseln ging nach Guayaquil, von wo aus wir direkt nach Cuenca weiterfuhren. In dieser sehr kolonial erhaltenen und sehr ordentlichen Stadt legten wir einen Organisations und Waschtag ein bevor es dann nach Lima weitergehen sollte. Das Hostal lag sehr nett mitten in der Altstadt, die Kirche ist von der Dachterasse aufgenommen:

Cuenca fluss

Zu dieser Zeit tobte der Wahlkampf in seiner intensivsten Form (Sonntag war Wahl), ca 50 Listen sind angetreten, um zumindest die 2,5 Prozenthürde zu erreichen, jede Partei hoffte einen Kandidaten in die Stichwahl zu schicken und so wurden auch die Rotphasen der Ampeln für letzte Werbenachrichten verwendet: