{"id":185,"date":"2006-11-11T00:16:01","date_gmt":"2006-11-10T22:16:01","guid":{"rendered":"http:\/\/suedamerika.tur-net.de\/?p=185"},"modified":"2010-02-08T12:08:03","modified_gmt":"2010-02-08T10:08:03","slug":"fincaleben-in-argentinien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/suedamerika.tur-net.de\/?p=185","title":{"rendered":"Fincaleben in Argentinien"},"content":{"rendered":"<p>Am Donnerstag begann Michis Geburtstag sehr frueh: der Wecker klingelte schon um 1:15h,\u00a0damit wir\u00a0den Zug nach Villazon an der Bolivianisch-Argentinischen Grenze puenktlich\u00a0erreichen konnten. Die Bolivianische Bahn ist da jedoch eigen: Der Zug kam dann doch erst 1,5 Stunden spaeter um 3:30h an. Die Wagen sind zwar sehr bequem und gut geheizt, das Tempo laesst jedoch zu wuenschen uebrig: man faehrt mit 60 bis maximal 80 km\/h und es wird jederzeit fuer Aussteigende gehalten, auch wenn nicht unbedingt ein Dorf am Schienenrand zu erkennen ist. Um 13:40h trafen wir in Villazon ein und ueberquerten problemlos die Grenze nach Argentinien.<\/p>\n<p>Weiter ging es noch einmal 7 Stunden mit dem Bus nach Salta, im Westen Argentiniens gelegen. Nach der langen Reise waren wir dann sehr froh, als wir direkt am Busbahnhof abgeholt wurden und erstmal kraeftig argentinisch essen konnten: das bedeutet viel Fleisch und wenn man satt ist noch ein bisschen mehr&#8230; In Argentinien werden pro Jahr durchschnittlich 70kg Rindfleisch pro Kopf verzehrt, in Deutschland liegt dieser Schnitt knapp unter 10 kg. Fakt ist: es schmeckt auch verdammt gut!<\/p>\n<p>Das Wochenende verbrachten wir fast wie echte Gauchos in\u00a0einer\u00a0Finca in der Naehe von Salta. Wir wohnten in einem alten, stilvollen\u00a0Herrenhaus, welches bestens erhalten war und im Herzen der insgesamt rund 250\u00a0qkm umfassenden Anlage lag.<\/p>\n<p>Am ersten Tag ging es dann nach einem kurzen Ausflug nach Salta auch bereits auf Pferden ins Gelaende. Beide das erste Mal auf Pferden muessen wir sagen, dass Brisa und Barilla (die beiden\u00a0Stuten) sich ausgesprochen gut haben fuehren lassen und wir nach der ersten Stunde auch sicher elegant dahergeritten sind \ud83d\ude42<\/p>\n<p><a class=\"imagelink\" title=\"imagen-788.jpg\" href=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-788.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image213\" height=\"96\" alt=\"imagen-788.jpg\" src=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-788.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Abends gab es dann wieder ganz viel Fleisch im Rahmen eines Assados (vergleichbar Grillen, nur mit mehr Auswahl).<\/p>\n<p><a class=\"imagelink\" title=\"imagen-748.jpg\" href=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-748.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image211\" height=\"96\" alt=\"imagen-748.jpg\" src=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-748.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am Folgetag ging es in eine den Anden vorgelagerte Bergkette um dort in laendlicher Umgebung Fleisch zu verzehren: diesmal jedoch nicht gegrillt, sondern im Steinofen zubereitet.<\/p>\n<p>Zubereitung: Zunaechst wird morgens um 5:00 ein Lamm geschlachtet, dann wird ab 11:00 ein grosses Feuer im Steinofen gemacht,\u00a0welches man dort ausbrennen laesst, so dass im Ofen rund 200 Grad C. herrschen, die von den Steinen gespeichert und ueber lange Zeit abgegeben werden koennen. Waehrend dieser Brennzeit wird das Lamm gewuerzt und noch etwas zurechtgeschnitten, um in den Ofen zu passen. Anschliessend wird das Fleisch rund eine Stunde im Ofen zubereitet und erhaelt einen leicht rauchigen, knusprigen Holzofengeschmack. Durchaus etwas besonderes. In Argentinien wird diese Zubereitung\u00a0vor allem\u00a0zu den christlichen Festen angewendet.<\/p>\n<p><a class=\"imagelink\" title=\"imagen-756.jpg\" href=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-756.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image212\" height=\"96\" alt=\"imagen-756.jpg\" src=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-756.thumbnail.jpg\" \/><\/a>\u00a0<a class=\"imagelink\" title=\"imagen-762.jpg\" href=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-762.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image216\" height=\"96\" alt=\"imagen-762.jpg\" src=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-762.thumbnail.jpg\" \/><\/a>\u00a0<a class=\"imagelink\" title=\"imagen-758.jpg\" href=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-758.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image214\" height=\"96\" alt=\"imagen-758.jpg\" src=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-758.thumbnail.jpg\" \/><\/a>\u00a0<a class=\"imagelink\" title=\"imagen-761.jpg\" href=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-761.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image215\" height=\"96\" alt=\"imagen-761.jpg\" src=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-761.thumbnail.jpg\" \/><\/a>\u00a0<a class=\"imagelink\" title=\"imagen-767.jpg\" href=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-767.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image217\" height=\"96\" alt=\"imagen-767.jpg\" src=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-767.thumbnail.jpg\" \/><\/a>\u00a0<a class=\"imagelink\" title=\"imagen-769.jpg\" href=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-769.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image218\" height=\"96\" alt=\"imagen-769.jpg\" src=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-769.thumbnail.jpg\" \/><\/a>\u00a0<\/p>\n<p>Der Sonntag stand ausnahmsweise im Zeichen des Weines: wir fuhren nach Cafayate. Waehrend sich die Umgebung von Salta durch feuchtes Klima und fruchtbare Boeden auszeichnet, liegt das rund 250 km suedlich gelegene Cafayate in einer sehr trockenen und heissen Zone. Auf der Fahrt durchquert man schroffe Felsformationen und Teile einer kleinen Sandwueste mit Duenen. Cafayate bietet daher\u00a0gute sonnige\u00a0Bedingungen fuer den Weinanbau, der allerdings nur durch kuenstliche Bewaesserung ermoeglicht wird. Die Stadt hat obendrein einen suedspanischen Charme, der insbesondere in der drueckend heissen Siesta-Zeit deutlich wird. Neben den Weinguetern\u00a0hat Cafayate\u00a0noch ein weiteres Highlight zu bieten: Weineis! Diese lokale Erfindung schmeckt nicht nur gut, sie enthaelt sogar Alkohol. Spaet abends kehrten wir zu unserer Finca zurueck.<\/p>\n<p><a class=\"imagelink\" title=\"imagen-775.jpg\" href=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-775.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image219\" height=\"96\" alt=\"imagen-775.jpg\" src=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-775.thumbnail.jpg\" \/><\/a>\u00a0<a class=\"imagelink\" title=\"imagen-780.jpg\" href=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-780.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image220\" height=\"96\" alt=\"imagen-780.jpg\" src=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-780.thumbnail.jpg\" \/><\/a>\u00a0<a class=\"imagelink\" title=\"imagen-786.jpg\" href=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-786.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image221\" height=\"96\" alt=\"imagen-786.jpg\" src=\"wp-content\/uploads\/2006\/11\/imagen-786.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach einem fast dreistuendigen Ausritt am Montag machten wir uns am Abend in einer letzten grossen Ueberlandetappe auf nach Buenos Aires.<\/p>\n<p>Doch das ist eine andere Geschichte und die soll ein anderes Mal erzaehlt werden.<\/p>\n<p>Hasta luego<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Donnerstag begann Michis Geburtstag sehr frueh: der Wecker klingelte schon um 1:15h,\u00a0damit wir\u00a0den Zug nach Villazon an der Bolivianisch-Argentinischen Grenze puenktlich\u00a0erreichen konnten. 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